Friedhof Eisenach

Unmittelbar gegenüber dem Bestattungsinstitut der Stadtwirtschaft Eisenach befindet sich der Eisenacher Haupt- bzw. Zentralfriedhof. Der Eisenacher Zentralfriedhof am Wartenberg ist 118.119 m² groß. Weitere Friedhöfe in den Ortsteilen umfassen ein Gebiet von 21.101 m². Die Friedhöfe dienen vorrangig der Andacht an die Verstorbenen.

  
Auf Grund der umfangreichen Bestandes an Bäumen und Sträuchern sowie der gärtnerischen Gestaltung erfüllen die Friedhöfe gleichzeitig allgemeine Grünflächenfunktionen.  Deshalb hat jeder das Recht, die Friedhöfe als Ort der Ruhe und Besinnung auch zur Erholung zu besuchen solange dabei die Würde des Ortes bewahrt wird.

Die Friedhofsverwaltung hat folgende reguläre Sprechzeiten:

 

Mo, Di Do und Fr 9-12 Uhr,

Di 14-15:30 Uhr sowie

Do 14-17 Uhr

(in den Sommermonaten bis 18 Uhr). 

Aus der Geschichte des Eisenacher Friedhofs

Die Stadtwirtschaft Eisenach hat ihren Sitz unmittelbar vor den Toren des Eisenacher Hauptfriedhofs. Und wenngleich der Friedhof zunächst ein Ort für Bestattungen und eine Stätte der letzten Ruhe ist, so macht ein Spaziergang rasch deutlich, dass der Friedhof zugleich auch ein Ort der Erholung, des Lebens und der Begegnung ist.

 

Bis 1868 wurden verstorbene Eisenacher auf dem heutigen „Alten Friedhof“ an der Kreuzkirche bestattet. Infolge des starken Bevölkerungszuwachses Ende des 19. Jahrhunderts aber reichte der Friedhof in der Stadtmitte nicht mehr aus und die Stadtverwaltung entschloss sich, einen neuen Friedhof außerhalb der Stadt anzulegen.

 

Der neue Eisenacher Hauptfriedhof am Wartenberg wurde am 19. Juni 1868 eingeweiht. Bereits am 31. März – also noch vor der offiziellen Einweihung - wurde auf dem jüdischen Gräberfeld des Friedhofs ein israelisches Gemeindemitglied bestattet. Die erste christliche Bestattung fand am 29. Juni statt.


Der Hauptfriedhof am Wartenberg ist ein achsensymmetrischer Waldfriedhof mit geometrischer Wegeführung. Er ist ein Zeugnis deutscher Bestattungskultur des 19. Jahrhunderts.


Neben dem jüdischen Friedhof mit vielen schön gestalteten historischen Steinen, sind auch die Ehrengräber bekannter Persönlichkeiten der Wartburgstadt einen Besuch wert. Unter anderem die wurden hier der niederdeutsche Dichter Fritz Reuter, der Verleger Philipp Kühner oder die Familie von Eichel-Streiber, die der Stadt das Theater stiftete, beigesetzt.


Im Lauf der Zeit entstanden fünf Grabanlagen zu Ehren der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft. Hier fanden über 1800 Kriegstote ihre letzte Ruhestätte, darunter auch Bombenopfer und Angehörige der Roten Armee.
Die Eisenacher Friedhofsanlage einschließlich der Kapelle und der historischen Grabmale wurde 1993 unter Denkmalschutz gestellt.